Jungenarbeit

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Qualifizierung und lokale Projektentwicklung


Wir werden finanziell unterstützt von:

Vielfalt tut gut
BMFSFJ
Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie.

Tolerantes Brandenburg

land Brandenburg

Stiftung großes Waisenhaus Potsdam

BPB Bundeszentrale für politische Bildung

Stiftung Demokratische Jugend

Wer wir sind

MANNE e.V. entwickelt und erprobt seit mehr als zehn Jahren Projekte in der geschlechtsbewussten Arbeit mit Jungen, Männern und pädagogischen Fachkräften. Mehrere Projekte wurden bereits ausgezeichnet. Der Verein ist vom Landesjugendamt seit fünf Jahren als Fachberatungsträger für die Jugend- und Jugendsozialarbeit in Brandenburg anerkannt. Er ist Träger der »Fachstelle Jungenarbeit« im Land Brandenburg, die gefördert wird von AKTION MENSCH Logo Aktion Mensch

Grundhaltungen und methodische Ansätze

Wir sind davon überzeugt, dass Jungen für ihre Entwicklung reflektierte Männer brauchen, die ihnen vielfältige Modelle für gelebte Männlichkeit, Zuwendung, Reibungsfläche und Grenzen bieten können. Wir arbeiten mit einem positiven Aggressionsbegriff und mit einer Differenzierung zwischen Gewalt, Aggression und Selbstbehauptung.

Unsere pädagogischen Grundhaltungen sind geprägt von Ressourcenorientierung, Respekt und der Arbeit im direkten Kontakt. Wir arbeiten prozessorientiert, mit systemischem Blick und verwenden auch körperorientierte und erlebnispädagogische Methoden.

Der von uns favorisierte Handlungsansatz hält Lernerfahrungen innerhalb von Freizeitangeboten in der Natur, körper- und erlebnisorientiertem sinnlichen Lernen - z.B. in sportlichen Aktivitäten, Grenzerfahrungen, Entspannungstechniken und Kampfspielen mit klaren Regeln - für besonders wertvoll und gibt ihnen nach Möglichkeit den Vorzug vor rein kognitivem Lernen.

Wir gehen davon aus, dass die Affinität von Jungen und jungen Männern zu rechten Orientierungsmustern vielschichtige Ursachen hat. Unsere Erwachsenenwelt und ihre gesellschaftlichen Schieflagen (wie z.B. Vereinzelung, strukturelle Arbeitslosigkeit, Machtmissbrauch, ökologische Krisen und Kriege) sind ein Teil des Problems. Ein weiteres scheint zu sein, dass wir Erwachsenen uns den Provokationen, die in Handlungen Jugendlicher enthalten sind, oft zu entziehen versuchen, indem wir andere für zuständig erklären.

Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus sind Phänomene, die uns herausfordern, weil es dafür keine einfachen Lösungen gibt. Die Opfer brauchen unseren Schutz, aber die jugendlichen Täter brauchen weit mehr als unsere klaren Grenzen. Sie brauchen Orientierung im direkten menschlichen Kontakt ohne falsch verstandene Toleranz und ohne Gettoisierung. Sie brauchen unser Differenzierungsvermögen, damit sie ihres entwickeln können.

Eine erfolgreiche pädagogische Arbeit mit überwiegend rechtsextremen Jungengruppen oder gar rechtsextrem organisierten jungen Männern halten wir kaum für möglich. Entscheidend für die Abgrenzung der Jungen, die mit gezielter pädagogischer Arbeit erreicht werden können, ist für uns zu klären, ob die Jugendlichen Anzeichen für eine Neuorientierung zeigen und Hilfe suchen, ob sie offen für neue Erfahrungen und Beziehungen sind. Diese Jugendlichen brauchen dann einen Rahmen mit klaren Regeln und Grenzen, der Erfahrungen mit Partizipation und Vielfalt in konkreten Gruppensituationen möglich macht, in dem sie mit respektvollem Verhalten neue Wirkungen erzielen und Anerkennung finden können und in dem mit ihrer Gewaltbereitschaft offensiv umgegangen werden kann. Zur Gruppe sollten unbedingt genügend andere Jungen mit ihren eigenen Wertorientierungen gehören.


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MANNE e.V.